Referenzprojekt
Eine gewachsene Excel-Liste mit 2.819 Objekten wird zu einem System, in dem die Planung dort passiert, wo sie hingehört: auf der Karte.
Die Aufgabe
Ein Servicebetrieb betreut tausende Objekte, die über ein weites Gebiet verteilt sind. Jeden Tag entscheidet jemand, welcher Mitarbeiter welche Objekte übernimmt und wie die Gebiete sinnvoll geschnitten sind. Die ganze Grundlage für diese Entscheidung lag in einer einzigen Datei.
Diese Datei war die Stammliste aller Objekte: 2.819 Zeilen, elf Spalten, keine Formeln, keine Makros, die komplette installierte Basis als reine Daten. Sie hat ihren Dienst über Jahre getan, jeder konnte sie lesen, und sie hat den Betrieb am Laufen gehalten. Mit der Zeit wurde sie zum stillen Zentrum der täglichen Planung.
Der Moment, in dem klar wird, dass diese Liste eigentlich eine Karte ist, das ist der Moment, in dem die Planung dorthin zurückkehrt, wo sie hingehört.Patrick Bartels, Engineering bei vonfoorn
Die Erkenntnis
Geplant wurde in einer Schleife zwischen zwei Programmen. Jemand lud die Excel-Datei in eine separate Kartenanwendung, prüfte dort mit den Augen, welche Mitarbeiter in welchen Gebieten unterwegs waren, änderte die Zuordnung zurück in der Excel und lud danach wieder neu. Das lief so lange im Kreis, bis die Gebiete gut aussahen, und es begann von vorne, sobald neue Objekte oder neue Mitarbeiter dazukamen.
Der Grund für diese Schleife wird sichtbar, wenn man die eigentliche Frage anschaut. Wer welchen Teil des Gebiets übernimmt, entscheidet man am Kartenbild, weil eine Zuordnung von Gebieten eine räumliche Sache ist. Die Liste konnte immer nur Zeilen halten, und so wurde jede räumliche Entscheidung blind in eine Spalte getippt und im Kartentool wieder nachgesehen.
Sobald man die Datei als eine Karte sieht, die in Spalten gepresst wurde, verschiebt sich die Aufgabe. Es geht dann darum, Daten und Karte an einen Ort zu bringen, damit die Entscheidung dort fällt, wo man sie sehen kann. Die Schleife löst sich damit von selbst auf, weil die Frage endlich in dem Werkzeug gestellt wird, in das sie gehört.
Wie wir gearbeitet haben
Am Anfang stand der tägliche Loop und die Frage, die darin steckte, lange bevor es um Technik ging. Erst als klar war, dass hier eine räumliche Entscheidung durch ein Werkzeug für Zeilen gezwungen wurde, ergab sich, was das System können muss. Das ist der Gedanke hinter dem Namen vonfoorn: Wir beginnen bei der Erkenntnis und bauen darauf auf.
Aus dieser Erkenntnis folgte alles Weitere fast von allein. Die gewachsene Liste wurde zur Grundlage eines echten Datenmodells, und die Karte wurde vom Nebenwerkzeug zum Ort, an dem die Arbeit tatsächlich passiert.
Das Ergebnis
Aus der Datei wurde die Grundlage eines echten Field Service Planners. Eine zentrale Datenbank in PostgreSQL bildet jetzt die eine Quelle der Wahrheit, sodass die Frage „welche Datei gilt gerade?" gar nicht erst entsteht. Ein Rails-8-Backend erlaubt mehreren Nutzern den gleichzeitigen Zugriff, ohne dass die Datei durch jemanden gesperrt ist.
Der Kern der Lösung ist die integrierte Kartenansicht auf OpenStreetMap-Basis. Mitarbeiter und ihre Gebiete sind direkt sichtbar, und die Zuordnung passiert in der Karte selbst. Aus „laden, prüfen, ändern, von vorne" wird ein einziger Arbeitsschritt, und der Hin-und-Her-Loop ist ersatzlos verschwunden.
Damit die aktuellen Daten dort sind, wo die Arbeit stattfindet, läuft die Anwendung als eine App auf Web, iOS und Android aus einer Codebasis in Flutter. Jede Änderung an den Domänendaten ist von Anfang an versioniert, sodass nachvollziehbar bleibt, wer wann was geändert hat.

Modell und Struktur
Umsetzung und Betrieb
Wenn bei Ihnen eine Datei kursiert, die eine Versionsnummer im Namen trägt und die nur eine Person wirklich versteht, dann steckt darin oft eine Frage, die nach einem echten System ruft. Lassen Sie uns unverbindlich auf diese Datei schauen.
Unverbindlich austauschen30 Minuten, kein Pitch.